Selbsthypnose Anleitung

In dieser Selbsthypnose-Anleitung lernen Sie vier Selbsthypnose-Techniken, um in Trance zu gehen: eine einfache Selbsthypnose-Induktion und drei Möglichkeiten, die Trance zu vertiefen. (Selbsthypnose: Vertiefung). Die Anleitung kommt als PDF mit mp3 Audio, so dass Sie nichts auswendig lernen, sondern nur Zuhören müssen.

Im Interventionsteil lernen Sie zu Demonstrationszwecken einige positive Suggestionen kennen. Sie können selbst diese Suggestionen zu bestimmten Zwecken abändern – etwa zum Abnehmen mit Selbsthypnose, um mit Selbsthypnose reichfrei zu werden oder Schmerzen besser zu bewältigen. Das Spektrum ist sehr breit.

Um Selbsthypnose zu lernen, sind reine Anleitungen nicht ausreichend. Besuchen Sie ein Seminar, achten Sie darauf, dass es eine Mindestvoraussetzung in Bezug auf den Lehrstoff erfüllt – 16 Unterrichtsstunden plus Unterlagen.

Die vorliegende Selbsthypnose-Anleitung unterstützt Sie beim Lernen. Wir stellen Sie Ihnen auch als PDF zum Downloaden und Ausdrucken zur Verfügung. Eine kostenlose mp3-Datei mit dem eingesprochenen Text finden Sie ebenfalls kostenlos im Downloadbereich.

Sind diese Selbsthypnose-Techniken gefährlich?

Halten Sie sich an die Anweisungen, die in der Vorrede zur Sprache kommen, und beherzigen Sie die korrekte Ausführung der Aufwachformel. Hören Sie Hypnose-CDs und Selbsthypnose-CDs niemals im Straßenverkehr oder anderweitig, wo sie sich oder andere gefährden könnten. Wenn Sie das berücksichtigen, ist Selbsthypnose niemals gefährlich, sondern im Gegenteil: hilfreich und heilsam.

Selbsthypnose Anleitung: Komplette Sitzung (Skript)

Selbsthypnose: Laden Sie sich die mp3-Datei herunter, damit die Regieanweisungen, die Sie im Text lesen, Sinn machen könn.

Texte aus der Selbsthypnose-CD von Friederike Gerling, NGH

— Text Beginn —

Du beginnst damit, es dir bequem machen, dich entspannt hin zu setzen oder zu legen, die Augen zu schließen und dann folgst du meiner Stimme, die dich ganz sicher in einen hypnotischen Zustand führen wird.

Zuerst entscheidest du welcher Arm für dich der sogenannte Hypnosearm sein soll, mit diesem Arm kann du dann jedes Mal gut in Hypnose gehen. Und diesen Arm, ganz egal ob rechts oder links, hebst du jetzt etwas, etwa 45 Grad, und deine ganze Aufmerksamkeit geht jetzt zu diesem Arm, der immer schwerer wird, immer schwerer. Deine ganze Aufmerksamkeit geht in diesen Arm. Du stellst dir vor, wie dieser Arm immer schwerer wird – ganz von selbst. Langsam, ohne bewusstes Zutun, immer tiefer sinkt.

Und je schwerer der Arm wird, je tiefer er sinkt, desto mehr entspannt sich dein Körper. Desto mehr bereitet er sich auf eine tiefe Ruhe vor, und schwerer und tiefer, nichts ist mehr wichtig, nur dieser Arm, der immer tiefer sinkt, immer schwerer wird, irgendwann die Unterlage berührt, ein Zeichen von einer gut beginnenden Entspannung. Schwer und tief. Nichts ist mehr wichtig, nur noch du bist wichtig, deine innere Welt. Dieser Arm – der immer schwerer und schwerer wird. Tiefer sinkt, ganz von allein. Tiefer – und tiefer. Ein Sinken lassen, ein Loslassen. Ein Geschehenlassen. Schwer und angenehm. Bis der Arm irgendwann die Unterlage erreicht. Schwer …. tief … und angenehm. Mit den nächsten Ausatemzügen sinkt dieser Arm weiter tiefer und tiefer.

Und vielleicht hat er schon die Unterlage berührt und wenn noch nicht, dann lässt du jetzt, mit dem nächsten Ausatemzug, diesen Arm ganz entspannt nach unten sinken.

Jetzt.
Und da das Unterbewusstsein vor allem auf Bilder und

(Vertiefung Schalter
Track 3 | 6:48

Symbole reagiert, stellst du dir jetzt bitte einen Schalter vor, wie ein Lichtschalter.

Und diesen Schalter befestigt du jetzt auf deinem rechten Fuß und stellst aus. Das darfst du innerlich ruhig mit einem kleinen „Klick“ begleiten. Schalter rechter Fuß – aus. Ein weiterer Schalter – rechtes Knie – aus.

Schalter rechte Hüfte – aus. Sehr gut. jetzt gehst du zum linken Fuß, Schalter befestigen – gut visualisieren – und ausstellen. Linkes Knie – aus.  Linke Hüfte – auch ausstellen.

Du gehst mit der Aufmerksamkeit zu deiner rechten Hand – befestigst einen Schalter – und stellst aus.

Ein weiterer auf dem rechten Ellenbogen – ausstellen. Rechte Schulter – aus. Linke Hand – Schalter ausstellen. Linken Ellenbogen – aus. Linke Schulter – ausstellen. Sehr gut.

Jetzt wanderst du mit der Aufmerksamkeit zu deinem Scheitel – befestigst einen Schalter … und stellst aus.

Ein weiterer in der Mitte deiner Stirn. Ausstellen.
Auf dem Kehlkopf. Aus. Dann wanderst du mit der Aufmerksamkeit zu deinem Rücken – ganz nach unten, zu deinem Steiss, befestigst einen Schalter und stellst aus.

Oberstes Ende der Wirbelsäule, zwischen Hals und Hinterkopf, in dieser kleinen Kuhle, Schalter befestigen, und ausstellen.

Vertiefung 5 Fünfen
Track 4 | 10:45

Einmal tief durchatmen und beim Ausatmen alles loslassen.

Und während der Körper immer tiefer entspannt, stellst du dir jetzt vor deinen inneren Augen fünf Fünfen vor.

Ganz egal welche Größe, wie die Anordnung ist, welche Farbe, du konzentrierst dich nur auf diese fünf Fünfen. Du darfst sie ausschmücken, du darfst sie nachmalen, du darfst damit innerlich spielen. Fünf Fünfen.

Alles andere tritt in den Hintergrund.

Und aus diesen fünf Fünfen werden jetzt vier Vieren. Vor deinem inneren Auge erscheinen jetzt vier Vieren. Auch da konzentrierst du dich ganz darauf …. darfst sie ausschmücken, größer, kleiner machen. Nur diese vier Vieren existieren. Und du siehst – oder spürst – wie aus diesen vier Vieren jetzt drei schwungvolle Dreien werden. Drei Dreien erscheinen. Alle Konzentration auf diese drei Dreien. Die jetzt zu zwei Zweien werden. Zwei Zweien erscheinen und du konzentrierst dich nur auf diese zwei Zweien – beobachtest, wie sie erscheinen, darfst sie verändern – zwei Zweien…werden jetzt zu einer Eins. Eine kraftvolle Eins. Auf die du dich so lange konzentrierst, bis

„Das Tor“ Track 5 | 14:24

daraus jetzt eine Null wird. Eine runde Null.

Und diese Null wird immer größer. Du machst sie dir immer größer. Sie wird wie ein Tor, ein Tor zu deinem Unbewussten.

Und bevor du jetzt gleich durch diese Null hindurch schreitest, hindurch schwimmst oder hindurch schwebst, nimmst du einen Rucksack ab, in dem alles drin ist, was dich jetzt stört – Zweifel, negative Gedanken, Schmerzen – all das was dich jetzt stört, und da entscheidet dein Unbewusstes, und diesen Rucksack hängst du irgendwo draußen an einen Haken, bevor du jetzt durch diese Null gleitest in die Welt
Vertiefung „Die Treppe“
Track 6 | 15:18 deines Unbewussten.

Bis du an eine Treppe gelangst. Vielleicht führt die Treppe von dir nach oben, vielleicht auch nach unten. Es sind sieben Stufen. Am Ende ist ein wunderbarer Ort für dich.

Ein Ort der Ruhe Sicherheit und Geborgenheit. Das kann ein Ort der Phantasie sein, kann aber auch ein Ort sein, den du bereits aus der äußeren Realität kennst.
Die 7 Stufen Track  7 | 16:09

Und du beginnst mit der ersten Stufe. Und lässt dich sinken.

Die zweite Stufe: Alles wird unwichtig. Nur noch du bist wichtig.

Dritte Stufe: Du bist ganz bei dir.

Vierte Stufe: Entspannst immer tiefer. Nichts ist mehr wichtig. Nur noch du bist wichtig.

Fünfte Stufe: Dein Unterbewusstsein öffnet sich ganz weit…
(Sicherheits-Suggestion)

sechste Stufe… so dass jedes Wort, jede Suggestion, die dir auf irgendeine Art und Weise gut tut, sich tief in deinem Innersten verankert und dein Unterbewusstsein im allerbesten Sinne darauf reagiert.

Dein Ort
Track 8 | 18:04

Sicherheits-Suggestion

Interventionen
Track 9 | 19:04

(direkte Suggestionen)

(können gegen individuelle Suggestionen im Zuge der selbständigen Selbsthypnose ausgetauscht werden)

„Schlaf & Regeneration“
Track 10 | 22:09

„Heilung“
Track 11 | 22:54

Siebente Stufe: Du bist angelangt. An deinem Ort der Ruhe und Sicherheit. Und du machst es dir dort ganz gemütlich, ganz bequem. Du schließt die Augen.

Und jedes Wort von mir erfüllt sich für dich im allerbesten Sinne.

Alle störenden Gedanken lösen sich auf.

Jedes Gefühl von Spannung und Stress löst sich auf. Im Körper, im Geist. Und in der Seele.

Dein ganzes Nervensystem entspannt sich. erholt sich, regeneriert. Tankt neue Kraft. Dein vegetatives System synchronisiert sich jetzt .

Dein Herz schlägt ruhig, kräftig und gleichmäßig.

Deine Atmung fließt ruhig und gleichmäßig. Jede Zelle deines Körpers ist ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Alle Organe entspannen sich. Die Brust weitet sich. Alles hat mehr Platz.

Dein Bauch ist warm und weit und weich. Alle Organe erfüllen ihre Funktion auf optimale Art und Weise. Dein Hormonsystem reguliert sich, so wie es die Natur vorgesehen hat.

Während deines Schlafes entspannst du dich tief und regenerierst dabei vollständig. Während du schläfst, werden alle Prozesse in deinem Körper, in deiner Psyche, in deinem Geist für deine vollständige Regeneration sorgen.

Im Alltag bleibst du in allen Situationen ruhig und entspannt.

Heilung Regeneration Schutz
Heilung Regeneration Schutz
Heilung Regeneration Schutz
Übergang / Vorbereitung Aufwachphase
Track 12 | 23:50
Track 13 | 24:20

Und du geniesst noch ein paar Augenblicke diesen angenehmen Zustand zwischen Wachsein und Träumen.

Bevor ich dich ganz langsam wieder zurückhole in das sogenannte Wachbewusstsein.

Indem ich von 1 bis 5 zähle.
Aufwachphase
Track 14 |24:40

(Formel sollte auswendig beherrscht sein)

Ausklang
Track 15 | 26:02

Bei der 5
öffnest du die Augen
fühlst dich unglaublich wohl
aufgeladen mit Kraft, Energie, Zuversicht, Lebensfreude.

Eins

Schwere und Müdigkeit lösen sich ganz behutsam von deinen Gliedern.

Zwei

Herzschlag, Puls und Atmung gehen in für dich optimale Bereiche.

Drei

Dein Kopf ist frisch, völlig frei, ganz klar. Dein Kopf ist frisch, völlig frei, ganz klar – wie nach einem langen Spaziergang in freier Natur.

Fünf

Du beginnst ganz vorsichtig Hände und Füße zu bewegen, tiefer zu atmen.

Bei der Fünf:

Die Augen öffnen, sich strecken, recken, ganz zurück kommen in das Hier und Jetzt, vollkommen erfrischt, voller Kraft und Zuversicht.

—- TEXT ENDE —-

Induktion vs. Vertiefung: Vertiefungselemente lassen sich als Induktion verwenden und umgekehrt. In dieser Selbsthypnose-Anleitung werden vier verschiedene Induktionen / Vertiefungen kombiniert, damit Hypnose-Anfänger sicherer in die Trance geleitet werden. Da unser Geist „Trance lernt“, bedarf es später verkürzter Induktionen. In Selbsthypnose-Seminare erhalten Sie oft einen sogenannten „Anker“, eine „Kurzwahltaste“ für rasche Tranceinduktion.

Sicherheitssuggestionen dienen dazu, Formulierungen, die womöglich nicht eindeutig sind oder unterschiedlich interpretiert werden können, nur in der je positivsten Deutung zur Geltung kommen zu lassen.

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