Rückführung Berichte: Meine eigene Rückführung

Rückführung Berichte enden oft nicht in der eigenen Kindheit. Photo: ahg

Rückführung Berichte: oft über die eigene Kindheit hinaus… Photo: ahg

Ich selbst habe durch meine erste Rückführung, die ich – voller Skepsis – an mir habe durchführen lassen, nach Jahren der Funkstille den Kontakt zu meiner Mutter wieder aufgenommen. Etwas, was ich aufgrund verschiedener Vorbelastungen in der Familiengeschichte und der Beziehung zu ihr für nicht mehr möglich gehalten hätte.

Rückführungs-CD

Rückführung: Eigener Bericht

Wie ich aufgrund meiner eigenen Rückführung alten Zwist beigelegt und den Kontakt zu meiner Mutter wieder aufgenommen habe

Es war während meiner Ausbildung an einem Schweizer Institut. Ich hatte aufgrund meiner eigenen Krebserkrankung beschlossen, den Job der Journalistin aufzugeben und mein Leben zu ändern. Aus eigener Erfahrung war ich überzeugt, dass klinische Hypnose ein mächtiges Instrument ist, und durchlief zwei Jahre lang eine gründliche Ausbildung.

Im Fortgeschrittenen-Seminar wurden an anderen Auszubildenden Rückführungen geübt. Es war zwar faszinierend, im Nachhinein ihre Rückführung Erlebnisberichte zu lesen, aber meine Skepsis überwog. Innerlich lehnte ich Rückführungen ab.

Ich konnte mir vorstellen, mit Hypnose zu arbeiten, aber gegen Rückführungen sträubte sich alles. Was ich da gesehen hatte, erschien mir unheimlich, seltsam, nicht nachvollziehbar. Mir fehlten die Rückführung Beweise: Mein rationaler Geist weigerte sich, die Konsequenzen für mein Weltbild anzunehmen.

Denn was bedeutet es, die Realität von Vorleben und ihre Verbindung mit uns im Hier und Jetzt anzuerkennen? Müsste ich nicht die Grundüberzeugungen der westlichen Welt über Bord werfen? Würde einem nicht damit der Boden unter den Füssen weggerissen?

Ich sagte das dem Kursleiter. Ich sagte ihm, dass ich nicht daran glaube, und dass bei mir so eine Rückführung, noch dazu halb öffentlich vor Leuten, garantiert nicht funktionieren würde. Ich war damals wie heute ein schüchterner Mensch und schämte mich bereits bei der Vorstellung, da zu liegen, und alle guckten zu. Wie sollte da so etwas wie Rückführung klappen?

Rückführung Berichte:

Meine erste Rückführung

Sie “klappte”, noch dazu anders als erwartet.

Ich sagte, ich hätte keinen Kontakt zu meiner Mutter, sei innerlich nicht bereit dazu, spüre eine nicht überbrückbare Distanz, die sich im Laufe der Jahre entwickelt habe.Das war also das Thema. Was dann in der Rückführung passierte, werde ich nie vergessen.Der Kursleiter brachte mich mit den üblichen Techniken in Trance, vertiefte soweit, dass mir die, die um mich herumstanden, gleichgültig wurden, und leitete die Regression ein. Also das Zurückgehen in der Zeit. An diesem Punkt weiß man nie, wo man landet – in einem Vorleben, im Leben eines anderen oder in der eigenen Kindheit.

Das, was ich an diesem Punkt wahrnahm, war zuerst eine völlige Dunkelheit, und dann, zugleich, ein heftiger Druck, der meinen Körper zusammenpresste. Der Druck nahm zu und wieder ab. Und wieder zu. In regelmäßigen, immer kürzer werdenden Zyklen.Und ich konnte nichts dagegen tun. Es geschah.Ich errinnere mich, wie ich meine Mutter im Kreissaal liegen sah. Rückblickend kann ich meine damaligen Empfindungen rekonstruieren.

Erst dachte ich, ich sei in den Körper meiner Mutter regressiert. Aber warum spürte ich dann den Druck um meinen ganzen Körper herum? Warum nicht nur im Unterleib? Es war, als ob eine riesige Faust einen eisern zusammenpresst. Dann wurde mir klar: Ich war nicht jemand anders, sondern ich, und zwar im Geburtskanal. Ich war in den Zeitpunkt der letzten Presswehen bei meinem eigenen Geburtsvorgang regressiert worden.

Man könnte nun meinen, Phantasie und Vorstellungskraft reichen aus, um bei manchen Menschen die reale Empfindung von diesem irrsinnigen Druck am eigenen Körper empfinden zu lassen. Ganz so, als ob sie wirklich im Geburtskanal steckten. Das mag sein. Aber die Geschichte geht weiter.

Ich wurde aus dem Leib meiner Mutter gepresst, und die Eindrücke und Erlebnisse, die ich nach dem Geburtsvorgang hatte, haben nichts mit meiner Vorstellungskraft zu tun. Es hat sich tatsächlich so zugetragen. Die Details wurden mir später von den Beteiligten – erstmals überhaupt – erzählt und bestätigt.

Was ich in der Rückführung erlebt hatte, das, was unmittelbar nach meiner Geburt geschehen war, hat sich auch wirklich so zugetragen. Woher hatte ich dieses Wissen? Aus der eigenen Erinnerung kann es nicht gewesen sein, denn wer erinnert sich schon an die eigene Geburt!? Und erzählt bekommen habe ich es auch niemals. Das bestätigten mir später sowohl mein Vater als auch meine Mutter.

Während der Rückführung empfunden hatte ich Folgendes: Erst die Druckwellen auf meinem Körper. Dann ein sehr starker Druck, dann kein Druck mehr. Dann ein Gefühl von Kälte und schmerzhafter Helligkeit. Dann eine Weile nichts, nur Leere und Einsamkeit, dann eine Glasscheibe, und das Gesicht meines Vaters dahinter.

Tatsächlich passierte nichts Außergewöhnliches: Unmittelbar nach der Entbindung und Abnabelung bin ich meiner Mutter fortgenommen worden, weil die Geburt sie so sehr schöpft habe. Ich kam auf die Säuglingsstation, und der erste Angehörige, der mich dann durch die damals üblichen Sichtscheiben zu sehen bekommen hat, war mein Vater. Das erzählten mir beide unabhängig voneinander, und zwar zeitlich erst nach der oben geschilderten Rückführung.Vorher hatten beide, auch das haben sie mir bestätigt, nicht darüber geredet.

Es war ein unwichtiges Detail damals, ein ziemlich gewöhnlicher Vorgang in den 60er Jahren. Heute ist man in den Kliniken vielleicht etwas sensibler, was den Erstkontakt zwischen Neugeborenem und Mutter anbetrifft.

Für mich war die körperliche Erfahrung von Presswehen aus der Sicht des Embryos der einprägsamste, unvergesslichste Teil der Rückführung gewesen. Danach nahm ich auch wieder die anderen Kursteilnehmer wahr, und natürlich war es mir peinlich. Aber ich hätte während der Regression nichts ändern können.

Neben dieser unmittelbaren, eindrucksvollen Erfahrung geriet der eigentliche Grund, wozu die Rückführung überhaupt gemacht worden ist, ganz in Vergessenheit.

Doch Wochen später merkte ich, dass sich meine Gefühle meiner Mutter gegenüber änderten. Ich beurteilte sie nicht mehr so streng, und ich nahm wieder Kontakt auf. Wie alle Menschen hatte auch sie ihre Schwächen. Es waren einige darunter, die ich ihr zuvor nicht verziehen hätte.

Wie gesagt, nach der Rückführung habe ich es einfach getan. Ich habe darüber nicht nachgedacht. Es hat sich so ereignet. Und das ist das vielleicht noch Bemerkenswertere, die langfristigen, positiven Folgen.

Damit sich diese positiven Folgen einstellen, bedarf es, nun aus der Perspektive des Rückführungsleiters – meines damaligen Kursleiters zum Beispiel – nicht nur der Erfahrung, sondern auch höchster Konzentration und schließlich größtmöglicher (Lösungs-) Kreativität, um auf die unendliche Vielfalt des menschlichen Lebens und Erlebens hilfreich reagieren zu können. Das ist die Herausforderung.

Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie Gedanken und Vorstellungen körperliche Phänomene erzeugen, die mal flüchtig sind, mal sich jahrelang manifestieren – im Guten wie im Schlechten.

Rückführung Berichte – der Stand der Rückführungstherapie (Englischsprachiger Überblick aus dem Jahr 2003)

Mein Wunsch ist, dass sich mehr Menschen mit den Möglichkeiten dieses Verfahrens auseinandersetzen, und dass diese Menschen die Hilfsmittel, die ich auf dieser Seite bereitstelle, als Unterstützung nützlich finden und annehmen können: Skripte und CDs zur Vorbereitung, zur Klärung Ihrer Ziele, zur Nachbereitung.

Wie auch immer, ich freue mich wenn ich Sie neugierig gemacht habe auf ein seriöses Verfahren. Und vielleicht sprechen oder sehen wir uns ja auch einmal, oder Sie schreiben mir Ihre eigene Erfahrung mit Ihrer Rückführung auf.

Ihre Friederike Gerling

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