Rückführung: Zwölf Punkte, die Sie beachten müssen

Anhand von drei Fallstudien und meiner eigenen Rückführung möchte ich zwölf Punkte aufzeigen, die für das Gelingen einer Rückführungssitzung unerlässlich sind. Denn wer sich für eine Rückführung entscheidet, ist an grundlegenden Fragen interessiert.

Rückführung: Hatte ich ein Vorleben?

  • Kann ich durch eine Reise zurück mich selbst besser begreifen?
  • Gibt es ein Leben nach dem Tod?
  • Kann ich mit Verstorbenen Kontakt aufnehmen?
  • Kann ich heutige Probleme durch eine Rückführung lösen?
  • Gibt es ein Schicksal?
  • Beeinflusst es mich im Jetzt?
  • Ist die Zukunft beeinflussbar?
  • Nehmen Ereignisse, die vor meiner Geburt stattgefunden haben, Einfluss auf meine Gegenwart?
Entwickelte die Hypnose-CDs zum Abnehmen: Friederike Gerling

Rückführungsleiterin Friederike Gerling

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RückführungAltersregression, Reinkarnation: All dies sind Verfahren, die Antworten versprechen. Egal zunächst, worin die Begriffe sich im Detail unterscheiden, zu allererst interessiert: Halten sie, was sie versprechen? Ist da wirklich was dran? Oder ist alles fauler Zauber?

Nein, es ist keine Zauberei. Rückführung und die Regression bzw. Reinkarnationstherapie als Teilmengen davon sind Methoden, die oft erstaunlich positive Wirkungen haben. Das ist meine Erfahrung, aus der Sicht einer Praktikerin also.

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1: Nachwirkungen

Warum es Nachwirkungen gibt. Und warum diese umso unangenehmer werden, je besser die Rückführung klappt.

Zunächst: Ja, unangenehme Nachwirkungen bei Rückführungen kann es geben, auch in meiner Praxis, auch und vor allem bei “gelungenen” Rückführungen, gerade auch bei den intensiven, Gewinn bringenden, gerade da können Nachwirkungen sehr heftig sein. Sie sind aber temporär.

Nach einer gelungenen Rückführung sind Sie – übertrieben ausgedrückt – nicht mehr der Mensch, der Sie vorher waren. Eine Veränderung ist eingeleitet worden. Und dieser Prozess dauert, ehe zunächst Ihr Geist, dann Ihr Körper die angestrebte Veränderung umsetzt. Das kann bis zu einer Woche dauern!

Kürzlich sagte ein Klient nach einer Regression (das ist ein anderes Wort für Rückführung) zu mir, er fühle sich wie ein Schiff, das ausgelaufen sei, um den Ozean zu durchqueren. Bevor er zu neuen Ufern gelangte, habe er so manchen Sturm durchlitten – Tage nach der Rückführung. Am dritten Tag hat er einen Silberstreif am Horizont gesehen. Schließlich sind die Wolken aufgerissen, das Meer hat sich beruhigt, und endlich ist er in einen sicheren, ruhigen Hafen eingelaufen. Und endlich hat er sich nicht nur völlig befreit gefühlt, auch körperliche Symptome, unter denen er chronisch litt, begannen sich zu bessern.

2: Unterschiede

Unterschiede – wie Sie eine geglückte Rückführung von einer missglückten unterscheiden können

Wie können Sie als Laie unterscheiden zwischen einer fachgerechten und einer weniger qualifizierten Rückführung? Wie können Sie bereits im Vorfeld eine Wahl treffen – die doch so wichtig ist, weil sie lebensverändernd sein kann?

Seit 2007 gibt es den im deutschsprachigen Raum aktiven Verband für Rückführungstherapie, hier werden zahlende Mitglieder aufgelistet.

Wir haben zum Thema eine Infobroschüre – unsere „Rückführungsfibel“ – zusammengestellt: Sie enthält eine Art Checkliste, nach der Sie bei der Auswahl vorgehen können, einen Fragenbogen zur Zielklärung, Textbausteine für Anfragen sowie die wichtigsten Texte, Fallstudien und Antworten aus allen Bereichen unserer Webseite in einer druckfähigen, aber auch am Monitor gut lesbaren Form.

Die Infobroschüre „Rückführungsfibel“ wird Ihnen als PDF an die E-Mail-Adresse gesendet, die Sie mit einem Klick auf diesen Linkeingeben können.

3: In Trance

Rückführung mit oder ohne Hypnose?

Für uns ist Hypnose eine klare Voraussetzung für intensive Rückführungen. Das möchte ich Ihnen begründen. Als ausgebildete Hypnotiseure („Hypnotherapist“-Maßgabe des ältesten und weltgrößten Verbandes NGH) setzen wir an unserem Institut die Technik der Hypnose zur Einleitung einer Rückführung ein. Unserer Erfahrung nach hat dies mehrere Vorteile, die andere Verfahren (ohne Hypnose) nicht bieten.

  • Der Körper kann relativ rasch komplett “ausgestellt”, vom Geist abgekoppelt werden. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Sie frei sind, in einen anderen Körper zu schlüpfen – sei es in Ihren eigenen aus einem Vorleben oder in den eines anderen.
  • Nur in Hypnose wird der Einfluss Ihres Wachbewusstseins nachweislich umgangen, das sonst oft die Erlebnisse einer Rückführung durch Wunschdenken beeinflusst.
  • Die Realität der Rückführung ist in Hypnose physisch nachweisbar – insofern, als es beobachtbare Reaktion und physische Veränderungen schon während der Rückführung geben kann – siehe unten Punkt 4.
  • Dies bedeutet aber nicht, dass Ihr Geist / Ihr Bewusstsein ausgeschaltet wird. Sie bleiben ansprechbar und bekommen alles mit. Ihre Kommunikationsfähigkeit (durch Sprechen oder Fingerzeichen) bleibt während einer Rückführung intakt. Sie werden sich danach auch an die Einzelheiten erinnern können. Sie sind also nicht „völlig weg“!

4: Phänomene

Lassen sich Rückführungserlebnisse als real nachweisen, ohne gleich einen Stab an Historikern zu beschäftigen?

Wie real Rückführungserlebnisse in Hypnose sind, zeigen der Realismus der Szenarien, die unserer real-sinnlichen Wahrnehmung ebenbürtig sind, körperliche Phänomene noch während der Rückführung – oder unmittelbar danach.

Beispiele für physische Phänomene während einer Rückführung

  • Hautreaktionen
  • Muskelkater
  • fremde Sprachen sprechen

(Alle Beispiele aus unserer Rückführungspraxis, Namen und Anschriften liegen uns vor):

Starke Hautreaktion während einer Rückführung

Ein Klient erlebt in einem früheren Leben, wie er stranguliert wird. Es erscheinen rote Flecken auf seinem Hals. Sie treten in genau dem Augenblick auf, als er die Strangulation durchlebt. Die Male blieben noch zwei Tage sichtbar.

Fremde Sprache sprechen während Rückführung

Eine deutsche Klientin regressiert in ein Vorleben, in dem sie bei Lyon in Frankreich gelebt hat. Obwohl sie in der Schule keine andere Fremdsprache als Russisch und auch sonst nie Kontakt mit der französischen Sprache hatte, spricht sie mit mir während der Regression plötzlich französisch. Da ich einige Jahre in Frankreich verbracht habe, konnte ich sie gut verstehen. Eine andere Klientin regressiert in eine unbestimmte Vorzeit und wird mit einem Urvolk konfrontiert. Das Volk spricht eine ihr in ihrem jetzigen Leben völlig unbekannte Sprache, die sie aber in Regression mühelos versteht.

Erschöpfung und Muskelkater nach Rückführung

Fast alle Klienten sind nach einer Rückführung nicht nur geistig, sondern auch körperlich erschöpft, wie nach einem langen Lauf oder einer mehrstündigen, körperlichen Anstrengung. Über die Hälfte beklagen am nächsten Tag Gliederschmerzen, ähnlich einem Muskelkater.

5: Erwartungen

Abnehmen, Verstrickungen, unerklärliche Rückenschmerzen – welche Erwartungen Sie an eine Rückführung knüpfen dürfen und welche besser nicht

Welche Ergebnisse Rückführungen im Einzelfall gebracht haben, möchte ich Ihnen mit den Fallstudien 1 und 2 aus meiner Praxis zeigen. Wie eine Rückführung im Detail verläuft, und wo die Fallstricke sind, zeigt die dritte Rückführungs-Studie.

Fallstudie 1: Rückführung bei Heißhunger-Attacken (Klient B.)

Kann man mit einer Rückführung leichter abnehmen? Klient B. hat eine zeitlang gute Erfolge beim Abnehmen mit einem Diät-Programm. Doch nach einigen Wochen des Abnehmens stagniert das Gewicht über lange Zeit.

Er klagt über wiederkehrende Heißhungerattacken, die ihn schon vor der Diät in unregelmäßigen Abständen heimsuchten. Immer wieder sucht er nach Essen. Dabei geht es ihm offenbar nicht um Sättigung, da er gar keinen Hunger hat. Sondern er stopft in sich hinein, was er finden kann.

Natürlich nahm er wieder zu. Konnte hier eine Regression helfen, die Heißhungerattacken abzustellen? Würde er in einem seiner Vorleben die Ursache für diesen Trieb entdecken?

Er regressierte nicht in ein Vorleben, sondern in seine Kindheit. Das Unterbewusstsein führte ihn exakt zur Ursache. Eine Begebenheit im Alter von vier Jahren. Es war nur eine Episode, so wie sie Kinder mal erleben. Es war die Erfahrung, sich allein zu fühlen.

Er befand sich auf einem Hof, in einer Situation völliger Einsamkeit. Er sah das Gehöft in allen Einzelheiten. Die Familie war da mal zu Besuch gewesen. In der Gegenwart hatte er keinerlei Erinnerung an die Episode. Vermutlich war die Mutter nur zum Einkaufen. Kinder aber haben kein Zeitgefühl, und so erschien dieser Moment des Alleingelassenseins dem Kind endlos. Dies kann ein Verlust von Urvertrauen nach sich ziehen. Mit speziellen Techniken ist es möglich, dem Unterbewusstsein rückwirkend den damals vermissten Schutz wieder zu geben.

Nach dieser Rückführungssitzung gehörten die Heißhungerattacken der Vergangenheit an. Der Klient nahm in den nächsten Wochen problemlos zehn Kilo ab.

Fallstudie 2: Rückführung bei medizinisch unerklärlichem Rückenschmerz (Klient M.)

Klient M. klagt über Zyklen stärker werdender Rückenschmerzen seit etwa zehn Jahren, vom Steiß ausgehend.

Röntgendiagnostisch gab es keine erkennbaren Ursachen. Die Schmerzen waren phasenweise so stark, dass er weder sitzen noch arbeiten konnte. Er musste sich regelmäßig krank melden. Konventionelle Behandlungen schlugen nicht an, Spritzen halfen nur vorübergehend. Die Schmerzen strahlten oft vom Steißbein in den ganzen Körper. Als auch alternative Methoden nicht halfen, meldete sich M. zur Rückführung. Während der Sitzung regressierte er in ein Vorleben, zum Zeitpunkt seines gewaltsamen Todes, der mit einem Sturz und einem schweren Schlag aufs Steißbein verbunden war. Nach der Regressionsarbeit waren die Schmerzen auf 20 Prozent heruntergefahren.

Nur noch 20 Prozent Schmerzen. Eine gutes Ergebnis. Aber wir wollten mehr erreichen.

Manchmal verhält es sich so, dass nicht nur eine Ursache an einem Symptom beteiligt ist, sondern mehrere. Dabei überlagert die Hauptursache zunächst die Nebenursachen. Erst wenn die Hauptursache gelöst ist, wird der Blick auf weitere Ursachen in Regression frei. In einer zweiten Rückführungssitzung sind wir auf eine zuvor überlagerte, weitere Ursache gekommen.

Nach der Auflösung auch dieser Ursache war M. endlich vollständig schmerzfrei. Und blieb es. Das ist jetzt vier Jahre her.

6: Fallstricke

Welche Fallstricke es gibt, wie man sie erkennt und vermeidet

Welche Fallstricke es geben kann, möchte ich Ihnen anhand meiner dritten Fallstudie zur Rückführung aufzeigen. Ich stelle hier die Inhalt von insgesamt drei Sitzungen so zusammen, dass Sie einen möglichst kompletten Überblick über den Verlauf einer Rückführungssitzung erhalten.

Fallstudie 3: Rückführung wegen übermächtigen Gefühlen von Einsamkeit (Klientin S.)

Der Fall: Klientin S. klagt über tiefunglücklich machende Einsamkeitssymptome, obwohl sie beruflich mit vielen Menschen zu tun hat und in einer glücklichen Beziehung lebt.

Anmerkung: Um die wichtigsten Aspekte der Durchführung einer Rückführungssitzung aufzuzeigen, habe ich mir erlaubt, drei Sitzungen von zwei Klienten hier zusammenzufassen.

Was soll erreicht werden? Wir wollten herausfinden, ob die Ursache aus der Vergangenheit kommt. Und die Ursache in der Vergangenheit – also in Regression – lösen. Das Ergebnis sollte sein, dass sich das Einsamkeitsgefühl löst, faktisch nicht mehr da ist – und nicht nur eine andere Perspektive der Wahrnehmung darauf genommen wird.

Das Regressionserleben der Klientin S. bestand nicht nur in der Erfahrung eines gewaltsamen Todes, sondern auch in der Überraschung, feststellen zu müssen, dass dieser gar nicht die Ursache ihrer Probleme war.

Ich werde im folgenden wichtige Stationen dieser Regression wiedergeben und gleichzeitig deuten, das heißt, meinen Bericht mit Erläuterungen versehen, um dem interessierten Leser ein tieferes Verständnis zu ermöglichen.

Wie bei jeder Rückführung habe ich im Fall von S. durch die Induktion einer tiefen Trance und einige andere Maßnahmen dafür gesorgt, dass Ihr Körper völlig abgekoppelt wird, das heißt, dass sie ihn nicht mehr spürt, dass ihr Geist frei ist. Frei, dahin zu gehen, wohin immer sie will oder wo immer ihr Unterbewusstsein sie hinzieht – sowohl zeitlich wie räumlich.

Erst dann zeigt sich, wohin es den Rückgeführten zieht – in die eigene Vergangenheit oder in ein Vorleben (von dem wir zunächst erstmal offen lassen können, ob es das wirklich oder nur vermeintlich gegeben hat – dazu später noch ein paar Anmerkungen). Die Erfahrung ist, dass die Dimensionen von Zeit und Raum sich in Hypnose auflösen. Die Gesetze der Physik spielen ja auch in Träumen keine Rolle mehr, und so ist es auch im Zustand der Rückführung in Hypnose.

Der Rückführungsleiter wird dafür Sorge tragen, die Sprechfähigkeit des Klienten zu erhalten, also Mund-, Rachen- und Kehlkopfbereich nicht mit “auszuschalten”. Denn jede Rückführung besteht aus Fragen, die der Therapeut stellt, und Antworten, die der Rückgeführte gibt.

7: Der Rückführungsleiter

Woran Sie erkennen, ob ein Rückführungsleiter geeignet ist

An dieser Stelle der Rückführungssitzung entscheidet sich die Eignung des Rückführungsleiters: Er sollte in der Lage sein, neutrale Fragen zu stellen, sich nicht einzumischen, mit Fragen nicht eine bestimmte Richtung vorzugeben. Jeder weiß, wie manipulativ Fragen sein können. Im Zustand der hypnotischen Trance ist da Vorsicht geboten.

Mangelnde Neutralität ist immer mit Vertrauensverlust verbunden – bewusst oder unbewusst. Es muss ein unbedingtes Vertrauen zwischen Klient und Therapeut bestehen, sonst wird eine Instanz des Klienten diesen zurückhalten, sich wirklich “fallenzulassen” und zum wahren Kern des Themas vorzudringen. Dann erleben wir in der Rückführung nur eine Wiederholung der im Wachbewusstsein gemachten Annahmen – des Klienten wie des Rückführers.

Wichtig also: Das Vertrauen in die gute Absicht des Therapeuten verbunden mit seiner Fähigkeit, völlig neutral zu sein und nichts von seinen Weltanschauungen und Glaubenssätzen in den Prozess der Rückführung zu übertragen, sind die wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen einer Rückführung / Altersregression. In Medien und Literatur wird inzwischen die mangelnde Neutralität und tendenziöse Weltanschauung einiger recht populärer Rückführungstherapeuten diskutiert.

Die Neutralität des Rückführungstherapeuten ist also von zentraler Bedeutung. Wie kann er Neutralität garantieren? Reichen da Lippenbekenntnisse aus? Meiner Ansicht nach sollten er oder sie sich intensiv mit ihrer eigenen Neutralität beschäftigen.

Neutral zu sein bedeutet vor allem eins: Arbeit. Die “Neutralisierungsfähigkeit” gewinnt ein Therapeut unter anderem durch Techniken der Meditation. Die wiederum oft geübt werden müssen, damit man in die Lage versetzt wird, sich schnell zu “leeren”, etwa von eigenen Alltagssorgen.

Die Basis ist aber, dass der Rückführungstherapeut grundsätzlich mit sich und seinem Leben “im Reinen” ist. Auch Therapeuten sind nur Menschen. Wenn er aber durch einschränkende negative Gefühle selbst belastet ist, so wird er als Therapeut nicht geeignet sein.

EXKURS:

Wie viele Psychologiestudenten habe ich erlebt, die das Studium aufgrund einer eigenen psychischen Belastung ergriffen haben! Das ist auch völlig in Ordnung. Es ist ein gutes Zeichen, wenn jemand sein Schicksal in die eigene Hand nimmt und etwa durch ein Studium der Psychologie oder eine ähnliche Ausbildung für eigene Klärung sorgen möchte.

Die Klärung sollte dann aber auch gelingen: Die Belastung MUSS gelöst sein, ehe er oder sie daran gehen, anderen helfen zu wollen. Wer schon einmal vom Phänomen der Spiegelneuronen gehört hat, wird ahnen, wie solche Übertragungen von Gefühlen auf neuronaler Ebene vonstatten gehen könnten. (Tatsächlich aber ist es nach neueren Forschungen wohl eher die neuronal-elektromagnetische Funktion unseres Herzens, die für die Synchronisierung von Gefühlen zwischen zwei Menschen sorgt (Quelle: Stephen H. Buhner, “The Secret Teachings of Plants”).

Vertrauen und Neutralität sind also eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen einer Rückführung.

Dies vorausgesetzt, zeigt die Erfahrung, dass der Geist – oder besser, die entsprechende Bewusstseinsinstanz in uns – im Laufe des Rückführungsprozesses von bestimmten Knotenpunkten angezogen wird, wie der Plus-Pol eines Magneten von einem Minus-Polangezogen wird. Die Erfahrung ist die eines “Einrastens”, und dieses Gefühl ist etwas, was man mit Worten kaum hinreichend beschreiben könnte.

Zurück zu Punkt 6: Rückführung Fallstricke

Im Fall S. sollte es zur Ursache der Einsamkeit gehen – egal wo oder wann, egal in welcher Zeit sie diese Ursache fände. Auch fragte S. sich, warum sie sich so stark von alten Gegenständen, dem Geruch alter Holzbalken, alten Häusern, angezogen fühlte.

NEBEN-BEMERKUNG ZUR REALITÄT VON VORLEBEN

Für die positive Wirkung einer solchen Rückführung spielt es übrigens keine Rolle, ob die Ereignisse, die in Form von Bildern beim Rückgeführten hochkommen, tatsächlich so stattgefunden haben. Dennoch halten Rückführungserlebnisse historischen Prüfungen durchaus stand, darüber wird selbst in populären Medien inzwischen regelmäßig berichtet, inzwischen gar in einer ganzen Reihe von TV-Reportagen über Rückführung.

Die lösende Wirkung einer Rückführung lebt aber vielmehr vom Plastizitätsgrad der Bilder und Emotionen. Also von der Authentizität, mit der Bilder unvermittelt, nicht durch die kritische Instanz unseres Verstandes sortiert, hochkommen. Der kritische Verstand lässt sich aber effektiv nur mit Hilfe der Hypnose umgehen. Entscheidend ist also nicht die historische Wahrhaftigkeit, sondern die emotionale.

Wenn ein Bild eine starke Emotion oder Empfindung auslöst – und meist ist dies eine sehr belastende, wie Hass, Eifersucht, Verzweiflung, Angst, oder eine Empfindung (etwa ein starker Juckreiz), oder ein somatischer, also körperlicher Schmerz usw. – so sind es diese Emotion und diese Empfindung, mit der ein Therapeut dann arbeitet. Die Lösung findet im Umgang mit der Emotion selbst statt.

Der Schlüssel besteht darin, die Emotion im auslösenden Ereignis nachträglich auszuleben und damit das damalige Ereignis nicht nur analytisch, sondern auch emotional in den eigenen Lebenslauf zu integrieren.

Weiter mit Punkt 6: Rückführung Fallstricke

Klientin S. ist in den Zustand tiefer Trance überführt worden. Sie spürt ihren Körper nicht mehr, ihr Geist ist abgekoppelt, sie kann aber noch reden, also auch auf Fragen reagieren.

Ich habe darüber hinaus im Zuge der hypnotischen Vertiefung sicher gestellt, dass die Antworten auch tatsächlich intuitiv, also aus dem Unterbewusstsein kommen – und nicht aus Gefälligkeit gegeben werden. Die Techniken zum Überprüfen von Gefälligkeitsreaktionen sind übrigens Standards der klinischen Hypnotherapie.

Zudem sollte bei jeder Rückführung für verschiedene Schutzmechanismen wie Schutzanker gesorgt werden. Sie dienen dem Therapeuten wie dem Zurückgeführten der Sicherheit, dass der Rückgeführte Schutz selbst in extremen Belastungssituationen erfährt.

Klientin S. fand sich im Folgenden nicht mehr in ihrem jetzigen Leben wieder, sondern in einer Zeit, in der es keine Schuhe gab, sie Lederlappen um ihre Füße trug. Sie war jünger, eine ca. 30-jährige Frau mit drei Kindern. Sie lebte im Wald in einer Sippe von Menschen. Sie regressierte in eine Szene, in der sie dabei war, allein Kräuter auf einer Wiese zu sammeln. Sie fühlte sich gut dabei, absolut selig, und wäre am liebsten in dieser Szene geblieben, wie sie mir mitteilte.

Hinweis

Auch in Hypnose können die Rückgeführten reden. Das Sprechen ist nur etwas verändert, die Reaktion auf Fragen oft verlangsamt.

Wäre es nun eine Rückführungssitzung aus reiner Neugier gewesen, hätte die Therapeutin an dieser Stelle dafür gesorgt, dass S. das volle Erleben ihrer Selbst in ihrem vergangenen Leben genießt. Doch hier galt es, den Beginn der quälenden Einsamkeit zu finden und aufzulösen. Er musste irgendwo in der Nähe sein, zeitlich wie räumlich, sonst hätte das Unterbewusstsein der Klientin sie nicht dorthin regressiert.

Nun gilt es, eine Suche anzuregen.

Es gibt verschiedenste Techniken, um zum Ziel zu kommen. Der Therapeut empfängt dabei eindeutige, körperliche Signale. In meiner zwölfjährigen Praxis haben sich universelle Zeichen herauskristallisiert, Ur-Symbole, anhand derer ich erfahre, worauf ich mich im Folgenden einzustellen habe – auf ein eher sanftes oder heftiges Geschehen.

In unserem Fall war das Idyll der Kräuter sammelnden Frau auf der sonnenüberfluteten Wiese nur die Ruhe vor dem Sturm: Auf dem Weg nach Hause wurde sie von unbekannten Männern verfolgt, gefangen und in einen Kerker geworfen.

Das Unterbewusstsein hat die Zurückgeführte also nicht sofort in ein traumatisches Ereignis geführt, sondern ihr zunächst die Möglichkeit gegeben, sich zurechtzufinden, ohne gleich attackiert zu werden.

Doch dann wurde es schnell heftig. Und der Kerker war nicht ihre Endstation. Sie sollte sterben.

Zwei Dinge sind in dieser Phase wichtig: das Timing und die Loslösung des Bandes zwischen Körper und Seele.

8: Die Loslösung

Worauf bei Rückführungen keinesfalls verzichtet werden darf

Wenn ein Klient in ein früheres Leben regressiert, so ist es notwenig – so hart es klingt –, dass der Therapeut ihn zu seinem eigenen damaligen Ableben führt. Und ihn dann durch den Prozess des Sterbens geleitet.

Dabei ist das Timing wichtig: Denn es geht nicht darum, qualvolle Momente in Zeitlupe auszukosten, sondern den Klienten sicher und rasch durchzuführen. Es darf aber nichts ausgelassen werden. Schon die Erfahrung des eigenen Todes in einem Vorleben verändert bei jedem die Einstellung zum Tod. Doch was im Erleben danach geschieht, ist noch wichtiger:

Die Loslösung der Seele vom Körper.

Auf das Lösen der Verbindung zwischen zwei Instanzen – “Körper” und “Seele” – kommt es an. Diese Verbindung darf nie gewaltsam gelöst werden. Das Resultat wäre eine langanhaltende Desorientierung im Hier und Jetzt. Es ist notwendig, dass diese Verbindung zwischen Körper und Seele nach dem (damaligen) Ableben gelöst wird, ohne sie mit Gewalt durchzuschneiden.

Woran erkennt man diese Verbindung?

Das ist eines der rätselhaften Phänomene hypnotischer Rückführungen. Alle in ein anderes Leben Zurückgeführten, die dann ihren eigenen Tod miterleben, können eineVerbindung zwischen Körper und Seele erkennen und genau beschreiben. Und dabei ist es gleich, ob das Ableben ein sanftes im hohen Alter ist oder ein gewaltsames in der Blüte der Jahre.

Auch in anderen Kulturen wird diese Verbindung beschrieben – etwa in buddhistischen Traditionen oder bei schamanischen Völkern – selbst bei Plato. Der 1947 in Erfurt geborene Ethnopsychologe Holger Kalweit gibt einen historischen Überblick und fasst in dem Kapitel “Die Körper-Geist-Verbindung” zusammen: “Wenn sich die Seele vom Körper löst, bleibt sie in eigentümlicher Weise mit dem Leib verbunden…” In dem Kapitel wird ausführlich die Phänomenologie der Verbindung beschrieben (“Traumzeit und innerer Raum”, München 1984).

Die Stärke der Verbindung zwischen der körperlichen und der seelischen Instanz – ihre Ausprägung, ihre “Dicke” und Konsistenz -, wird sehr verschieden dargestellt.

Bei manch einem Rückgeführten löst sich diese Verbindung relativ rasch, bei anderen dauert es. Und bei manchen ist die Verbindung noch so stark, dass sie sich gar nicht löst. Wie in unserem Fall.

Die Kräuterfrau, die S. einst war, wurde auf einen Scheiterhaufen gebunden und angezündet. Die Frau auf der Behandlungsliege atmet unregelmäßig, man sieht ihr an, sie fühlt sich nicht wohl.

9: Die Gefahr

Wie es passieren kann, dass ein Regressionserleben die Sitzung plötzlich von selbst beendet, warum der Therapeut das vermeiden muss und wie er dabei vorgeht

Der Rückführungstherapeut muss beim Durchschreiten des Momentes des eigentlichen Ablebens hochkonzentriert sein und bereit sein, sofort zu handeln, denn die Imaginationskraft des entfesselten Unterbewusstseins ist stark.

Wer jetzt keine entsprechenden Sicherheitsmechanismen eingebaut bekommen hat, der riskiert, aus diesem Szenario plötzlich zu erwachen, nur, um wieder Luft zu kriegen – das Problem ist dann aber nicht gelöst. Uns allen ist klar, dass dies auf keinen Fall gut sein kann. Denn ein furchtbares Ereignis, in Rückführung erneut erlebt, aber nicht gelöst, verstärkt die Symptome im Hier und Jetzt.

Bei dieser Rückführung nun wurde die Zeit des Todes-Erlebens verkürzt, so dass die Klientin rascher zum Zeitpunkt des eigenen Eintritts in den Tod kommt, durch ihren Körper hindurch geht und die Seele danach befreit werden kann. Sie empfindet Erleichterung, kann wieder besser atmen, die Empfindung von glühender Hitze nimmt ab. Sie – eine Instanz von sich, wir nannten es oben Geist oder Seele – sieht sich von oben, sieht ihren toten Körper. Ist erleichtert. Hat es geschafft. Scheinbar.

Wer einmal in einer Regression seinen Tod erlebt hat, der verändert seine Haltung zum Tod, aber auch zum Leben. Er wird gelassener, entspannter und verliert die Angst vor dem eigenen Tod.

Doch im Fall S. ist immer noch etwas nicht in Ordnung.

Die Verbindung zwischen Seele und Körper, die sonst nach und nach schwächer wird und sich schließlich ganz auflöst, diese Verbindung bleibt in diesem Fall stark. Was tun? Wie gesagt, es ist NOTWENDIG, das Band, den Faden, DIE VERBINDUNG zwischen Körper und Seele, zwischen grob- und feinstofflicher Existenz, die jeder Rückführungsklient wahrnimmt, diese Verbindung sich von selbst lösen zu lassen. Es darf nicht forciert werden.

Erst nach selbständiger Lösung darf der Klient zurück ins Hier und Jetzt geführt werden.

Warum? Es geht um Lernerfahrung. Letztlich ist das der tiefere Sinn einer jeden Rückführung oder Altersregression. Wenn man nicht die Lernerfahrung macht, die man damals, in seinem früheren Leben, versäumt hat, wird das Problem in die nächste Reinkarnation (Wiedergeburt) übertragen. Das ist eine Erfahrung aus unserer Praxis, wird belegt durch umfangreiche aktuelle Literatur und ausführlich beschrieben in den unterschiedlichen Reinkarnationslehren (die über Indien weit hinausgehen und in alten Kulturen rund um den Globus verbreitet waren).

Das Band der verstorbenen Kräuterfrau machte keine Anstalten schwächer zu werden. Etwas hielt sie also zurück. Etwas ließ ihre Seele nicht gehen.

Wenn das passiert, wenn sich das Band zwischen Körper und Seele nicht löst, fehlt eine Lernerfahrung. Das heißt: Sie musste noch eine Lernerfahrung dort, in ihrem Vorleben, aufnehmen.

Skeptiker mögen dies metaphorisch interpretieren, das macht Vorgänge dieser Art manchmal überhaupt erst nachvollziehbar. Doch wer es erlebt hat, weiß, es ist nicht metaphorisch. Denn es ist im Erleben unmittelbar, direkt und wörtlich zu nehmen.

Ich vermutete, dass es dieses Etwas war, die fehlende Lernerfahrung, die als eigentliche Ursache für das lähmende Einsamkeitsgefühl im Hier und Jetzt in Betracht zu ziehen war. Also nicht ihr gewaltsamer Tod auf dem Scheiterhaufen. Sondern etwas anderes.

Es war ein schmerzhafter, schwerer Prozess. Und das, was sich herausstellte, war noch schwerer zu ertragen als der eigene Tod im Feuer. Was die Frau nicht gehen ließ, war folgender Umstand: Sie war plötzlich von ihrer Familie getrennt worden. Sie hatte keine Zeit gehabt, Abschied zu nehmen, weder von ihren Kindern noch vom Ehemann. Sie wurde in den Kerker gesperrt, sie wurde auf den Scheiterhaufen geworfen – und erst, als sie dort in Flammen stand, sah sie ihre Kinder wieder.

Die Kinder mussten zusehen, wie ihre Mutter verbrannte. Die Mutter sah ihre Kinder – und konnte nichts tun. Nichts, was die Kleinen hätte trösten können. Nichts, was sie hätte trösten können. Kein Wort, keine Geste des Abschieds. Nichts. So war das, was wir ihre Seele nennen, gefesselt in einem Vorleben. Gefesselt durch die starke Kraft mütterlicher Instinkte. Immer noch, durch all die Jahrhunderte hindurch.

Der Prozess der Lösung war schwer, ein überaus bewegendes Erlebnis. Danach löste sich endlich das Lebensband, und die Klientin war bereit für eine klare Reorientierung zurück ins Hier und Jetzt. Erst so ist ein gesundes Beenden der Regression möglich.

Für die meisten Menschen sind Rückführungen intensive, aufwühlende Erlebnisse. Neben einer körperlichen Erschöpfung, von der man sich erholen muss, braucht es auch Zeit, um die hochgekommenen Emotionen zu verarbeiten. Ich kann nur jedem raten, sich die Zeit dazu zu nehmen, vielleicht ein Wochenende dafür zu nutzen, nicht sofort voll wieder in den Alltag einzusteigen.

10: Fakten

Was ändert eine Rückführung – die subjektive Wahrnehmung oder die Faktenlage?

Worin genau besteht der Gewinn einer Rückführung? Besteht er in einer veränderten Gefühlslage, oder werden gar die Fakten geändert? Werden mit einer Rückführung neue Tatsachen geschaffen?

Zwei Jahre nach der Rückführung war S. wieder in meiner Praxis.

Diesmal mit einem anderen Anliegen, aber ich fragte sie nach dem Gefühl der Einsamkeit: War es weniger geworden? Wurde es von ihr als weniger belastend empfunden? Ist es nach anfänglicher Besserung gar wieder stärker geworden? Die Antwort von S. war klar und eindeutig: Sie hat sich seit der Rückführung niemals wieder mehr so tief einsam gefühlt, auch wenn sie allein war.

  • Das negative Gefühl war verschwunden und nie wieder zurückgekehrt.

Auch bei anderen Fällen, in denen eine Langzeitbeobachtung möglich war, kann ich sagen: Wenn ein chronisches Problem in Rückführung gelöst wird, bleibt es gelöst. 

  • Die unkontrollierbaren Heißhungerattacken von Klient B. gab es nicht mehr.
  • Die Schmerzen von M. kamen nicht mehr zurück.

Aber: Manchmal überlagern sich zwei Problemfelder. Wird das obenauf Liegende gelöst, lindern sich die Symptome zum Teil erheblich. Wenn die Symptome aber nicht vollständig verschwinden, gibt es ein weiteres Problemfeld. Dann muss eine zweite Rückführung in Betracht gezogen werden. Wie bei M. und seinen unerklärlichen Rückenschmerzen, die mit einer ersten Rückführung auf ein erträgliches Maß gemindert werden konnten, doch erst mit der zweiten Rückführung vollständig verschwanden.

11: Ziele

Warum Sie ein Ziel für Ihre eigene Rückführung definieren sollten, selbst wenn Sie “nur neugierig” sind.

Welche Gründe für eine Rückführung gibt es? Negative Emotionen, körperliche Probleme wie Schmerzen oder Krebs, Ängste, Beziehungen, Kontakt mit Toten, philosophisch-spirituelle Neugier.

Hauptgründe für Rückführungen sind meist Dinge, die einen im jetzigen Leben belasten und die man abstellen möchte.

  • Negative Emotionen wie Eifersucht, Neid, Angst, Traurigkeit. Emotionen, die stark die Lebensqualität einschränken.
  • Auch gibt es körperliche Probleme, meist langjährige, wegen derer Leute zur Rückführung kommen: chronische Schmerzen, chronische Verdauungsprobleme, Krebs.
  • Psychische: tiefsitzende und immer wiederkehrende Ängste.
  • Weitere Gründe sind im Verhalten begründet: Heißhungerattacken, das Scheitern von Beziehungen, das Auseinandergehen von Freundschaften, der Kontaktabbruch zwischen Familienmitgliedern.
  • Schließlich der Wunsch, Kontakt aufzunehmen mit der Seele/Geist von Toten, meist einem geliebten Verstorbenen, dem man noch etwas sagen möchte.
  • Ein guter Grund für eine Rückführung ist reine Neugier. Gut, aber zu allgemein gehalten. Es ist immer besser für das Unterbewusstsein, wenn es eine “Zieladresse” begkommt. Wenn Sie telefonieren, wählen Sie ja auch eine bestimmte Nummer – sonst erhalten sie nur atmosphärisches Rauschen oder den falschen Teilnehmer.

12: Wie Sie sich vorbereiten

Warum Sie selbst keine besondere Eigenschaften brauchen, um eine Rückführung zu erleben, wie Sie aber dafür sorgen können, dass es auf Anhieb klappt

Mit einer fachgerecht durchgeführten Rückführung ist es möglich, die Lösung von Problemen grundsätzlich anzustoßen. Auch solche, an die man zunächst gar nicht denkt.

Die Rückführung ist das Königsverfahren, das Übel bei den Wurzeln zu packen und es komplett herauszuziehen.

Oft fragen mich Leute, die von der Rückführung einer Bekannten gehört haben: Geht das auch bei mir? Insgeheim fragen sie sich, was dran ist an den Erlebnissen, von denen andere berichten und ob sie sie auch haben können. Und sie haben berechtigte Zweifel. Wie ich vor vielen Jahren, zu Beginn meiner Ausbildung (davon weiter unten).

Die Fälle, von denen ich erzählt habe, sind Fälle von ganz normalen Menschen. Keine spirituell Begabten, keine Esoteriker, keine, die eine besondere Einbildungskraft hätten.

Dennoch will ich mit der Schilderung dieser Fälle nicht Heilung von Krebs oder anderen schweren Erkrankungen versprechen. Wenn Sie an schweren, lebensbedrohlichen Erkrankungen leiden, gehören Sie auf jeden Fall in die Hände eines behandelnden Arztes.

Verfahren wie Rückführung, Timeline und Ressourcenregression (auf die beiden letzteren gehe ich in anderen Artikeln ein) können aber auch in schweren Fällen zur Begleitung und Unterstützung eingesetzt werden. Den für Sie richtigen Weg Ihrer Behandlung zu wählen ist eine Entscheidung, die Ihnen niemand abnehmen kann, weder ein Arzt noch ich.

Meine Erfahrung ist: Menschen, die eine selbstverantwortliche Entscheidung treffen – egal welche -, und dabei bleiben, erreichen häufiger ihr Ziel. Angst manipuliert und verhindert  Entscheidungen. Wer etwa eine Krebsdiagnose erhält, ist meist gelähmt vor Angst. Doch nur wem es gelingt, die Angst zu überwinden, kann sich entscheiden.

Tatsächlich sind Rückführungserlebnisse und -ergebnisse völlig unabhängig von den Glaubenssätzen oder Grundüberzeugungen des Klienten oder des Therapeuten (solange der sich während der Regression neutral verhält). Es scheint, als hätten die Erlebnisse, die Bilder, die hochkommen, eine eigene Realität und eine eigene Wirkung. Egal, ob die Ereignisse nun historisch verbürgt sind, ob sie genau so oder ähnlich stattgefunden haben.

Unserem Institut liegen die Namen und Adressen aller Fälle vollständig vor, die wir hier aufgrund der Schweigepflicht und allgemeiner Diskretion nicht veröffentlichen. Einige hundert Protokolle allein in meinen Unterlagen zeugen von der Realität der Rückführung. Mein Ziel mit diesem Beitrag ist es, Sie über die komplexen Erfordernisse und Voraussetzungen einer Rückführungs- oder Regressionssitzung aufzuklären und die möglichen Nachwirkungen zu beschreiben.

Es gibt keinen Grund, Angst vor einer Rückführung zu haben, dennoch sollte man sie mit großem Respekt behandeln. Im Laufe der Jahre ist mein eigener Respekt stetig gewachsen: vor der vitalen Gestaltungsfähigkeit des menschlichen Geistes, seinen Überlebensstrategien, seinen Verdrängungs-, aber auch Lösungsmechanismen. Es ist faszinierend, und auch nach über 6000 Sitzungen mit Rückführung oder Hypnose ist jede Sitzung anders, eine Herausforderung, ein Abenteuer, eine Überraschung.

Es ist wichtig, dabei flexibel zu bleiben. Es ist wichtig, sich BIS ZU EINEM BESTIMMTEN PUNKT auf seine Routinen verlassen zu können, einen eigenen Rahmen der Arbeit zu finden – jeder Therapeut hat seine Methode.

Es ist aber noch wichtiger, VON EINEM BESTIMMTEN PUNKT AN diese Routine zu verlassen.

Denn es gibt eine Phase in jeder Regression, in der ALLES MÖGLICH ist und ALLES MÖGLICHE PASSIERT.

Vor allem: alles, was nicht vorhersehbar ist. Was weder Klient noch Therapeut je vermutet hätten. Und genau das ist der Schlüssel zur Lösung.

Die kritischen Auseinandersetzungen mit der Methode möchte ich aber nicht verschweigen: Aus eher theoretischer Warte setzt sich der Psychiater Schröter-Kunhardt mit dem Thema auseinander, das Portal relinfo aus christlicher Sicht.

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