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Ist Hypnose eine Disziplin neben anderen im Bereich der Medizin und Psychotherapie? Oder ist Hypnose ein eigenes Feld, ein dritter Weg, eine universelle Fähigkeit, die sich über die Grenzen der Heilkunde hinwegsetzt?

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Hypnose: Methode oder eigenes Feld?

Im Folgenden möchten wir auf den grundsätzlichen Platz der Hypnose im Kosmos der kulturellen Leistungen eingehen und damit ein paar Worte zu unserem Selbstverständnis sagen: Als was sehen wir am IHvV die Hypnose?

Immerhin betont einer der weltweit führenden Hypnoseforscher ihre «einzigartige Brückenfunktion zwischen den … sich auseinander entwickelnden Wissenschaften…» (Dirk Revenstorf im Vorwort zum von ihm herausgegebenen Standardwerk über Hypnose) und deutet damit einen besonderen Status an.

Doch Revenstorf lehnt sich bewusst nicht weiter aus dem Fenster der (schul-)medizinisch gegebenen Rahmenbedingungen, indem er versucht, die Anwendung der Hypnose nach «einzelnen Störungsgebieten … der … Medizin sowie der Psychotherapie zu ordnen». Diese Orientierung am Symptom kommt ihm freilich «in manchen Fällen willkürlich» vor.

Hypnose als ganzheitliche Fähigkeit in uns allen

Der eigentümliche Status der Hypnose rührt aus der Besonderheit, dass es sich bei ihr eben nicht nur um ein Verfahren, sondern um einen Zustand handelt.

Jeder kennt den Bewusstseinszustand des Wachseins und den des Schlafens. Die Hypnose im Sinne von Trance ist ein dritter, eigenständiger, wiewohl natürlicher Zustand, der eine Verbindung herstellt zwischen den beiden anderen – und womöglich noch darüberhinaus.

Ist das Feld der Medizin der Körper, sind ihre Methoden vom rationalen Wachbewusstsein abgeleitet. Das Feld der Psychotherapie ist das Unterbewusstsein, doch auch ihre ursprüngliche Methode (Freuds Psychoanalyse) beruht auf der Fähigkeit des Wachbewusstseins zur rationalen Deutung des Irrationalen.

Hypnotiseure dagegen lassen die unbewussten Vorgänge dort, wo sie sind, im Unterbewusstsein, und bauen eine dem rationalen Geist sich nicht erschließende Kommunikation auf mit dem Irrationalen, dem Unbewussten, vielleicht gar mit dem Kosmischen. Dies ist unsere Auffassung.

Diese Kommunikation gelingt unserer Erfahrung nach umso mehr, je tiefer sich der Hypnotiseur selbst ins Feld des Unbewussten begibt und dessen eigentümliche Sprache spricht. Der Zustand, in dem er das tut, ist die Co-Trance. In Co-Trance kommen unbewusste Fähigkeiten, die Intuition, zur Geltung.

In dieser Co-Trance kommt es zu (Informations-) Übermittlungen, die sich dem Wortsinn und rationaler Deutung entziehen, die sich jenseits der Sprache manifestieren und die als Transformation reiner Absicht angesehen werden können – und zwar des Hypnotiseurs wie des Hypnotisierten.

In diesem Sinne ist Hypnose nicht – nur – ein Konzept, das «Brücken schlägt» (Revenstorf), sondern ganz ursprünglich. Ein Kontaktmedium zu etwas Ganzem, was nicht zwischen Ursache und Wirkung unterscheidet. Was sich dem Verstand, der Analyse, dem Bewussten entzieht.

Vereinfacht gesagt: Was Symptome nicht isoliert, sondern in den eigentlichen Kontext einbettet – in die «Blaupause» unseres Seins, unserer Gesundheit. Gesundheit verstanden als der ursprüngliche Aggregatzustand des Seins.

Wir werden oft gefragt, ob Hypnose bei Symptom X, Problem Y und Krankheit Z hilft. Insofern Hypnose den Kern, das Eine, das Einigende zu berühren vermag, muss man jede dieser Fragen bejahen und zugleich ein Stück abrücken vom Denkmuster, man habe diese oder jene Störung.

Symptome werden nicht unterdrückt, Probleme nicht ersetzt, Krankheiten nicht geheilt – und doch lösend integriert. In einem Prozess, der keine Funktion des Hypnotiseurs allein ist.

Darum sind wir keine Therapeuten. Therapeuten sind Teil der Heilkunde, und sei es der alternativen. Doch ob Schulmedizin oder die Methoden von Heilpraktikern, Hypnose ist anders.

Wer Hypnose in unserem Sinne in Anspruch nimmt, geht einen dritten Weg, setzt sein Vertrauen nicht in die Heilkunde (sei es die «Schulmedizin», sei es die Heilpraktikerkunst, sei es die Psychotherapie). Nein – er wählt etwas von einer Heilbehandlung Verschiedenes. Wenngleich auch von diesem Weg Genesung erhofft wird. Er wählt den selbstverantwortlichen Weg eigenen Tuns im Vertrauen auf etwas Verborgenes, Mögliches.

Das bedeutet Hypnose.

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