Hypnose lernen: Schnellhypnose und Blitzhypnose

Hypnose lernen - Schnellyhpnose und Blitzhypnose

Verhalten unter Hypnose: Von Beten über Eid schwören bis zur Induktion von Trance mit einer Stimmgabel. Foto: Public Domain

Vor kurzem waren wir Gast bei einer Hypnoseshow. Im Berliner Tempodrom konnten einige tausend Zuschauer live sehen, wie Schnellhypnose und Blitzhypnose mit verschiedenen Sofort-Induktionen angewendet werden. Zur eigentlichen Kühnheit der Show später mehr. Hier soll es uns zunächst um das Erlernen dieser Techniken gehen.

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Hypnose lernen: Von der Schnellhypnose zur Blitzhypnose

Viele Menschen, vor allem Jüngere, wünschen sich Blitzhypnose zu erlernen. Das Hauptproblem ist, dass die Mehrheit keine Ahnung hat, wie man beginnt.

Man könnte meinen, Hypnotherapie zu lernen sei ein Weg. Doch die meisten würden am Ende dieser Ausbildung feststellen, dass dies die falsche Richtung war, die sie eingeschlagen haben.

Der Schlüssel ist es, zu verstehen, dass das Erlernen der Hypnosetherapie und Lernen der Schnellhypnose und Blitzhypnose zwei recht verschiedene Dinge sind.

Der internationale Altmeister der Showhypnose, Ormond McGill, gibt in diesem Video einen Überblick aus dem Blickwinkel seines langen Berufslebens: Blitzhypnose Video (hier klicken zum Youtube-Video, Achtung: Englisch).  

Im Folgenden möchten wir erörtern, was genau man an Voraussetzungen und Hilfsmitteln benötigt, um Schnell- oder Blitzhypnose zu erlernen.

Für die Ungeduldigen, die nicht viel Lesen, sondern sofort anfangen möchten:

Blitzhypnose Anleitung Download (Der Steiner Verlag gibt ein Übungsheft fürs Selbststudium der Blitzhypnose heraus. Die Anweisungen sind fundiert. Wir unterhalten keinerlei Geschäftsbeziehungen zum Verlag. Üben Sie das aber bitte nur, wenn Sie die Voraussetzungen (siehe unten) erfüllt haben. Derzeit gibt es das Heft wohl nur als Printversion hier).

Eine fundierte Blitzhypnose Anleitung, etwa als PDF, haben wir nirgens gefunden. Ein Anbieter behilft sich mit einem DVD-Seminar, doch wenn man niemandem zum Üben hat, empfiehlt sich ein „richtiges“ Seminar.

Friederike Gerling

Ich möchte hier einige wichtige Hinweise und Rahmenbedingungen geben, damit die Reise, auf die man sich begibt, um Blitzhypnose zu lernen, auch produktiv ist. Das Ziel ist, alles für ein erfolgreiches Lernen vorzubereiten, damit man keine Zeit verschwendet oder in eine Sackgasse gerät.

Dabei sind im Vorfeld einige Dinge in Erwägung zu ziehen. Bevor Sie mit dieser speziellen Hypnose Ausbildung beginnen, sollten Sie sich überhaupt darüber klar werden, ob es in Ihr Leben passt, regelmäßige Übungen in Hypnotisieren zu absolvieren. Außerdem: Wenn wenn das Lernen kostenlos sein soll, benötigen Sie für viele Übungen einen Partner – am besten jemanden, der die Schnell- und Blitzhypnose ebenso erlernen möchte.

Der Unterschied zwischen Schnellhypnose und Blitzhypnose

Wie der Name bereits sagt, ist Blitz schneller als schnell. Von Blitzhypnose spricht man, wenn man jemanden in wenigen Sekunden in eine hypnotische Trance führt. Man spricht auch von einer Sofort-Induktions-Hypnose. Bei der Schnellhypnose sind es einige Minuten. Zum Vergleich: Bei einer normalen hypnotischen Induktion, wie sie in der Hypnosetherapie angwendet wird, nimmt die Induktion oft eine Viertelstunde oder länger in Anspruch.

Ein guter Weg um für sich selbst zu entscheiden, ob das Projekt (Blitz-) Hypnose lernen geeignet ist, ist folgender: Beobachten Sie (oder finden Sie heraus), wie Leute, die bereits im Prozess des , Lernens sind, vorgehen. Wie oft üben Sie, wann, wo, mit wem. Denn mit der Blitzhypnose ist es wie mit vielen Dingen, die Fingerspitzengefühl und Timing verlangen: Man muss sie ständig üben, sonst verliert man dieses „Gefühl“ und wird unsicher.

Es ist geht aber nicht darum, gleich so perfekt zu sein wie etwa ein Jan Becker, der in seiner aktuellen Bühnenshow mit den verschiedensten Methoden der Blitz- und Schnellhypnose arbeitet (seine Show „Hypnotize The World“ halte ich nicht nur wegen der schnellen Elemente bemerkenswert, sondern auch aufgrund der Kühnheit, hypnosetherapeutische und -historische Elemente in eine Show einzubauen – sollte der als Gedankenleser bekannte Mentalist bei Ihnen in der Nähe gastieren, gehen Sie hin!).

Zurück zur Hypnose-Ausbildung. Der Punkt ist: Sie müssen bereit sein, soviel Energie in die Hyponse-Ausbildung zu stecken wie jene, die damit bereits erfolgreich arbeiten. Denn etwas an einem Wochenende zu erlernen ist die eine Sache, es zu beherrschen und dauerhaft erfolgreich auszuüben, die andere. Da hilft Ihnen leider auch kein noch so eingängiges Blitzhypnose-Video zum nachmachen oder eine ähnliche Hypnose-Anleitung weiter.

In Hypnoseforen liest man des öfteren, dass die Interessierten verzweifelt versuchen, die Handschlagtechnik zum Erfolg zu führen. Der Punkt ist: Es gelingt nicht mit Jedem. Auch Leute wie Becker suchen sich ihre Probanden subtil, aber gezielt aus. Und wenn es gelingen soll, dann nicht allein aufgrund der Technik. Sondern aufgrund Ihrer Fähigkeit zum Rapport. Das finden Sie in keiner Anleitung. Was das ist, können Sie hier nachlesen. 

Also: Hören Sie sich um, und wenn Sie im Bekanntenkreis niemanden kennen, hören Sie sich in Foren um. Hören Sie auf die, die wirklich damit Arbeiten, fragen Sie nach Übungsdauer, Tricks und Kniffen und ahmen Sie die Praktiker nach – je genauer, desto besser.

Fragen, die im Vorfeld positiv beantwortet werden sollten

  • Haben Sie sich in Stresssituationen unter Kontrolle?
  • Sind Sie in der Lage, sich zu konzentrieren und zu fokussieren?
  • Haben Sie ausschließlich positive Ziele bei der Anwendung der neuen Fähigkeiten?

Im besten Falle haben Sie alle Fragen mit „Ja“ für sich beantwortet. Denn diese Eigenschaften sind typisch für Leute, die erfolgreich die Blitzhypnose anwenden. Damit haben Sie bereits den ersten Schritt zum Lernen der Hypnose getan!

Damit sie sich in das richtige „Umfeld“ für das Vorhaben begeben, können Sie nun dazu übergehen, einige vorbereitende Übungen zu absolvieren, die Ihnen später das Erlernen der eigentlichen Hypnose erleichtern werden. Hier sind ein paar Hinweise:

Bücher über Hypnose lesen

Das ist eigentlich selbstverständlich: Bevor man sich in eine größeres Projekt wie dieses begibt, ist es hilfreich, nicht nur im Internet unzusammende Artikel zum Thema zu lesen, sondern einige fundierte Bücher zu lesen. Wenn man nicht die Energie aufbringt, diese Bücher durchzulesen, wird man Probleme bekommen, ein Blitzhypnose-Seminar wirklich erfolgreich zu beenden.

Unser Buchtipp: Kompaktkurs Hypnose: Wie man Phänomene tiefer Trance hervorruft. Ein umfassender Leitfaden von Thad James. Das Buch ist im Handel erhältlich.

Meditieren lernen

Meditieren zu lernen ist weniger aufwendig als man denkt. Es geht darum, sich zu sammeln, sich zu „leeren“ und sich von störenden Gedanken zu befreien. Vielleicht ist Ihnen unmittelbar klar, wie nützlich es ist, sich selbst vor einer Hypnose „entleert“ und „neutralisiert“ zu haben, bevor man jemanden hypnotisiert. Leute, die mit Meditieren Schwierigkeiten haben, werden Probleme beim Ausüben der Hypnose bekommen.

Zeit füs Üben in den eigenen Wochenplan unterbringen

Die Blitzhypnose zu lernen, ist sowohl ein mentales Projekt als auch eines, dass im Hier und Jetzt ganz „physisch“ stattfindet. Mental sollten sie selbstkontrolliert und konzentriert sein. Sich dafür täglich etwas Übungszeit einzuplanen wird Ihnen helfen, auf die Sache fokussiert zu bleiben. Wenn Sie sich bereits jetzt – im Vorfeld eines Seminars – regelmäßig Zeiten freischaufeln, werden Sie später keine Probleme haben, diese später dann mit Übungsinhalten zu füllen und weiter fortzuführen. Und wenn Sie es schwierig finden, etwas wie Blitzhypnose zu erlernen, sie es aber schaffen, regelmäßig kleine Vorübungen auf einer täglichen Basis einzustreuen, wird der nächste Schritt nicht mehr schwer sein.

Der nächste Schritt wird nämlich sein, die grundlegenden Techniken der Blitzhypnose innerhalb eines Seminars von Minimum zwei Tagen zu erlernen. Anbei: Hier am Institut bieten wir Hypnoseausbildungen nur als Zwei-Wochen-Seminar an. Die Spannbreite ist also weit. Warum? Weil es beim Erlernen der Hypnose nicht auf das Wissen um die Techniken geht, sondern um deren Anwendung.

In einem Zweitagesseminar sollten sie sich darum auf eine oder zwei Techniken konzentrieren. Und dann danach am besten täglich kleine Übungseinheiten einplanen.

Hypnose lernen: Schnellhypnose und Blitzhypnose – zusammengefasst

Das Erlernen der Hypnose in Form von Blitz- oder Schnellhypnose wird von vielen als recht hohe Hürde empfunden. So hoch, dass die meisten das Vorhaben aufgeben, noch ehe sie überhaupt damit begonnen haben.

Wenn Sie aber jene, die diese Techniken inzwischen erfolgreich anwenden, miteinander vergleichen, werden Sie ähnliche Muster erkennen: Sie alle haben sich bewusst gemacht, was alles benötigt wird, um überhaupt zu beginnen. Und Sie haben sich bewusst gemacht, welche Seiten seiner Persönlichkeit zum Tragen kommen sollten, um das Ziel zu erreichen. Wenn Sie das im Hinterkopf haben, wird Sie niemand aufhalten können, alles zu erreichen, was Sie sich vorgenommen haben.

Denn das Erlernen der Hypnose stärkt definitiv ihre mentale Stärken – und damit auch ihre körperliche Physis. Sie werden bemerken, dass der hohe Grad an Konzentration, den sie beim erfolgreichen Hypnotisieren aufbringen müssen, auch ganz reale physische Anforderungen enthält. Sie werden nach einer Stunde des Lernen nicht nur geistig, sondern auch körperlich vorübergehend erschöpft sein. Und eine Pause einlegen um zu regenerieren.

Was ist Ihnen bis hierhin klargeworden? Grundsätzlich werden Sie jetzt wissen, dass das Erlernen der Blitzhypnose nicht wirklich einfach ist, dass es andere Arten der Hypnose – etwa das autogene Training oder auch die Selbsthypnose – gibt, die leichter zu erlernen sind. Um Schnellhypnose und Blitzhypnose effektiv zu lernen, braucht es an Selbstkontrolle, höchster Konzentration und einer positiven, optimistischen Grundüberzeugung.

An diesem Punkt können wir zu den Dingen kommen, die Sie nun tatsächlich realisieren, um erfolgreich zu sein.

Die nächsten Schritte

Sie haben sich bereits gefragt: „Habe ich mich in Stresssituationen selbst unter Kontrolle?“. Nur wenn Sie das bejahen können, macht es Sinn, den nächsten Schritt zu tun. Ansonsten gibt es Möglichkeiten – etwas mit dem Erlernen des autogenen Trainings- diese Grundvoraussetzung zu legen.

Haben Sie auch die Erfahrung gemacht, dass Sie sich fokussieren können, wenn Sie sich selbst den sanften Befehl dazu geben? Können Sie sich für einen längeren Zeitraum auf nur einen Punkt, einen Gedanken oder eine Vorstellung tatsächlich konzentrieren? Wenn nein: Kein Grund, aufzugeben. Erlernen Sie aber zuerst die Selbsthypnose. Wenn ja: Herzlichen Glückwunsch! Sie haben nun bereits die größte Hürde überwunden. Und Sie geben nicht so leicht auf. Sehr gut. Denn Sie wissen, es ist ein großer Unterschied, sich etwas zu WÜNSCHEN oder etwas wirklich zu TUN. Auf diese Erkenntnis kommt man immer wieder in den verschiedenen Seminaren.

Also: Respekt dafür, dass Sie zu denen gehören, die tun – und nicht nur träumen. Indem Sie die Vorbereitung so ernst nehmen wie die Durchführung beim Hypnose-Seminare, sind Sie bereits auf dem richtigen Weg – und dort schon ein ganzes Stück gegangen.

Vergessen Sie bitte nicht, dass letztlich die Meditation die beste Technik ist, erfolgreich das zu Lernen, was Sie sich vorgenommen haben. Falls es vorkommt, dass Sie aufgeben möchten, weil die Dinge Ihnen womöglich nicht so schnell zufliegen wie anderen, wenn Sie einen Hänger haben, erinnern Sie sich daran. Mit Hilfe einfacher meditativer Techniken können Sie sich wieder aufs richtige Gleis setzen. Damit werden Sie jede Herausforderung bestehen und jeder Verlockung aufzugeben widerstehen.

Blitz- und Schnellhypnose im Alltag lernen

Das Erlernen der Hypnose hat das Potential, ihr Leben zu verändern. Das ist schön, aber auch kritisch. Denn nicht jeder liebt Veränderungen. Aber wenn Sie die Hypnose nicht nur als Technik nehmen, sondern das ernst nehmen, was dahinter steht – die Weltsicht, dass wir sind, was wir denken – dann werden Sie ahnen: Die bevorstehende Ausbildung im Hypnotisieren, ob es nun nur zwei Tage sind oder zwei Wochen, wird Ihr Leben verändern. Ein für alle Mal. Haben Sie keine Angst davor, aber Respekt sollten Sie unbedingt haben.

Der Punkt ist – Hypnose, egal in welcher Variante – ist eine Lebenseinstellung. Diese Fähigkeit macht aus Ihnen einen anderen Menschen. Sie ist nicht auf der selben Ebene zu vergleichen mit der Fähigkeit zu kochen oder dem Können, einen Fliesenspiegel zu legen. Hypnose im Allgemeinen ist eine Art zu denken. Ein Bewusstseinzustand, der Sie das Leben und die Menschen um Sie herum in einem anderen Licht erscheinen lässt. Im positiven Sinne.

Niemand würde ernsthaft behaupten, dass schnelle Hypnosetechniken einfach zu erlernen seien. Sie müssen einige Voraussetzungen erfüllen, bevor Sie sich ernsthaft entscheiden, sich auf den Prozess einzlassen. Dabei sollte man immer im Hinterkopf haben, dass das Erlernen einer völlig neuen Fähigkeit stets auch etwas mit Hingabe und Demut zu tun hat. Wenn Sie etwas mit großem Erfolg betreiben würde, dass so leicht wäre wie ein Fingerschnipps, würde es vermutlich jeder tun.

Die wirklichen Vorteile der Techniken

Tatsache ist, dass das Erlernen der Hypnose Ihnen für Ihr weiteres Leben sehr hilfreich sein wird. In allen Lebenslagen. Dinge wie das Lesen von Büchern zu einem bestimmten Thema, die Einteilung der Zeit für Freizeit und Übung, zusammen mit Meditation oder zumindest Grundübungen der Meditation, alternativ autogenes Training oder Selbsthypnose, all dies sind neue, wertvolle Fertigkeiten, die Sie Ihr ganzes Leben nutzen werden für mehr Erfolge im Beruf wie im Privatleben. Es wird Ihnen helfen, Ihre Ziele zu erreichen, Kummer zu überwinden, schwierige Situationen zu bestehen.

Das Beste am Erlernen der Hypnose (und Blitzhypnose) ist die bewusstseinserweiternde Wirkung, die es hat, wenn Sie Hypnose in Ihren Alltag integrieren. Das heißt nicht, dass Sie Menschen, die Ihnen auf der Straße begegnen, hypnotisieren sollen. Das dürfen Sie übrigens auch gar nicht, denn Sie müssen vorher jeden fragen. Es ist etwas anderes gemeint: Es geht um das Konzept, das hinter der Hypnose steht: Dass unser Gehirn vielfältig und geheimnisvoll ist, dass es aber mit Hypnose möglich ist, Ebenen zu erreichen, die sonst nicht erreichbar sind, um Dinge zu tun, die willentlich so nicht möglich sind.

Man kann jeden, der diesen Schritt geht, nur beglückwünschen – der Lohn für die Mühe ist ein reichhaltigeres Leben.

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