Hypnose bei Allergien: Erfahrungen

Hypnose und Allergien: Fast 9 Millionen Deutsche leiden an Heuschnupfen.

Hypnose und Allergien: Fast 9 Millionen Deutsche leiden an Heuschnupfen. Quelle: Robert Koch Institut

Hilft Hypnose gegen Allergien?  Ja, und zwar überraschend gut und nicht nur als „Begleitung“ neben der Medikamenteneinnahme. Das belegen wissenschaftliche Studien sowie eigene Erfahrungen (auch bei unseren eigenen Kindern).

Bevor wir schildern, wie unser Sohn mit Selbsthypnose und Hypnose seinen Allergie-Ausbruch (Heuschnupfen, mit schöner Regelmäßigkeit im Frühjahr) in den Griff bekommt, ohne Medikamente, nur mit Hypnose, ein Blick auf eine Studie aus Basel, die immer wieder gern zitiert wird, und die zumindest einen kleinen Ausblick gibt auf das, was mit Hypnose und Selbsthypnose in Hinblick auf Heuschnupfen und Allergien allgemein möglich ist.

Prof. Wolf Langewitz vom Uniklinikum Basel, Abteilung Psychosomatik, hat gemeinsam mit fünf Kollegen eine Untersuchung durchgeführt, die wissenschaftlichen Kriterien entspricht – randomisiert mit paralleler Kontrollgruppe ohne Hypnose. Teilgenommen haben 79 Patienten, die über einen Zeitraum von zwei aufeinanderfolgenden Pollenflug-Saisons beobachtet wurden.

Die Teilnehmer erlernten Selbsthypnose mit entsprechenden Suggestionen. An Ihnen wurde untersucht, ob Nasenrinnen und Niesreiz  durch die Hypnose gelindert und das Allgemeinbefinden verbessert – und ob parallel dazu die nie nebenwirkungsfreien Medikamente reduziert werden konnten.

Anbei: Es ist prinzipiell möglich, auch ganz auf Medikamente zu verzichten und allein der Hypnose zu vertrauen – auch das führt zum Erfolg. Das ist letztlich eine Frage des Grundvertrauens in sich und die Kraft des eigenen Geistes (und Unterbewusstseins).

Von den 79 Patienten waren 41 Männer, und alle zwischen 19 und 54 Jahre bei einem Durchschnittsalter von 34 Jahren. Sie alle litten an zum Teil schwerer, allergisch bedingter Rhinitis (Nasenschleimhautentzündung, also schlicht: Schnupfen) mit einer Reaktion auf Gras- und Birkenpollen – wie gesagt, über mindestens zwei Zyklen (Jahre) hinweg. Zudem lag bei allen eine mildere Form des allergischen Asthmas vor.

Die Hypnose-Maßnahmen bestanden im Unterrichten und Einweisen in die Technik der Selbsthypnose innerhalb von zwei bis maximal fünf Sitzungen. Von den 79 Probanden abolvierten schließlich 66 eine komplette Saison, 52 blieben auch in der zweiten Pollensaison der Untersuchung treu.

Das Ergebnis: Bei rund zwei Drittel der Teilnehmer wurde starke Verbesserungen in allen Bereichen festgestellt und das, obwohl die Medikamente reduziert wurden.

Dass es auch ohne Medikamente gegen Heuschnupfen geht, zeigen wir weiter unten.

Hintergrund Allergien

Im Laufe des Lebens erkranken mindestens 20 % der Kinder und 30 % der Erwachsenen an mindestens einer allergischen Erkrankung. In einem einzigen Jahr sind es zum Beispiel im Durchschnitt knapp Prozent der Bevölkerung, die an Heuschnupfen leiden – in Deutschland also fast neun Millionen Menschen (Angaben Allergien: Robert-Koch-Institut).

Als Allergie bezeichnet man eine Überreaktion unsere Immunsystems auf Reize, die der Umwelt entstammen und normalerweise nicht bedenklich – ganz harmlos – sind. Vor allem Haut und Schleimhäute sind betroffen, und die Reaktionen können die Lebensqualität stark beeinflussen, manchmal sind sie lebensbedrohlich (anaphylaktischer Schock, meist in Zusammenhang mit einer Lebensmittelallergie oder einem Insektengift, etwa einem Wespenstich).

Man unterschiedet zwischen vier verschiedenen Allergikertypen:

  • Typ I – Allergien vom Soforttyp, anaphylaktische Reaktion
  • Typ II – Allergien vom zytotoxischen Typ
  • Typ III – Allergien vom Immunkomplextyp
  • Typ IV – Spättypallergie, zelluläre Immunreaktion.

Eine weitere Erläuterung und den Überblick über den Forschungsstand Allergien finden Sie auf den Seiten der europäischen Stiftung für Allergieforschung ECARF.

Hypnose Allergie: Unsere Erfahrung

Unser ältester Sohn leidet an Pollen- und Stauballergie seit Kindesbeinen. Wir vermuten, dass dies – weil in der Familie ungewöhnlich – mit einer Besonderheit zusammenhängt, nämlich der in früher Kindheit erfolgten, operativen Entfernung seiner Mandeln. Auch Neurodermitis war eine Begleiterscheinung. Während letzteres nicht mit schuldmedizinischen, sondern mit den Mitteln der klasssischen Homöopathie erfolgreich behandelt werden konnte, war die Allergie auf Pollen, der Heuschnupfen, eine anderes Problem.

Hypnose gegen Heuschnupfen

Den Schlüssel fanden wir schließlich in der Selbsthypnose. Ich habe speziell für ihn eine Selbsthypnose-CD aufgenommen (und gebe vielleicht einmal eine für die Allgemeinheit heraus). Zudem habe ich in Hypnosesitzungen direkt auf die Immunreaktion gearbeitet. Die Eindämmung der Symptome von ca. 100 % (Einschränkungsempfindung) auf 10 – 20 % war ein Erfolg dieser Arbeit. Medikamente hat mein Sohn ohnehin niemals genommen. Mit weiteren Maßnahmen im energetischen Bereich lebt er inzwischen, was Pollenflug anbetrifft, zu 98 % beschwerdefrei, nur Staub bleibt ein Problem, ist aber leichter in den Griff zu bekommen / zu kontrollieren, indem man sich diesem eben nicht bewusst aussetzt. Entsprechende Staubsauger (nehmen Sie unbedingt einen Wasserstaubsauger) und Putzaktionen tun ihr übriges.

Selbsthypnose und Allergien

In Selbsthypnose-Seminaren sollte man zweierlei lernen: Die grundsätzliche Funktionsweise der Hypnose und die Technik, sich selbst in eine Trance zu führen (und wieder aufzuwecken). Und die speziellen Möglichkeiten von Suggestionen und hypnotischen Konzepten: Wie formuliere ich zum Beispiel Suggestionen, die bei Allergieschüben bzw. dem Ausbruch der Allergie sofort wirken (nie „gegen“, immer „für“ usw.). In entsprechenden Seminaren erfahren Sie, wie lange Sie benötigen, um an diesen körperlichen Themen effektiv und dauerhaft etwas an den Symptomen zu ändern. Eine Faustregel: Drei Monate für körperliche Themen wie Allergien.

Eine sehr wirkungsvolle, aufs unmittelbare Symptom der Allergie bezogene Suggestion ist die Vorstellung einer semipermeablen Membran, einer Schutzhülle, die atmungsaktiv ist aber nur solche Stoffe durchlässt, die allergiesicher sind und die es auch als (Selbst-)Hypnose-CD gibt. Die CD „Die Schaltzentrale“ arbeitet dagegen sowohl symptom- als auch ursachenbezogen. Man sollte mit ihr etwa drei Monate arbeiten, bevor sie ihre Wirkung ganz entfalten kann.

Wer bereits einmal Selbsthypnose gelernt hat, egal wie – ob online, vor Ort in der Volkshochschule oder durch einen Therapeuten -, aber mangels Übung das Prozedere nicht mehr sicher beherrscht, für den stellen wir eine kostenfreie Selbsthypnose-CD zum Download bereit. Sie enthält die Induktion in die Selbsthypnose und einige allgemeine Heilsuggestionen, die man um die selbst und individuell angepassten Suggestionen und hypnotischen Interventionen zu der speziellen Allergie, etwa zum Heuschnupfen, ergänzen kann.

Für die Englischsprachigen unter uns: Hier eine direkt per Youtube durchgeführte Hypnose für Allergiefreiheit. Auch wenn bezweifelt werden darf, dass diese Art des Hypnotisierens klappt (besser sind Hypnose-Audio-CDs und Hypnosetherapie), so wird doch ein mögliches Konzept, mit Hypnose bei Allergien zu helfen, deutlich.

Selbsthypnose lernen | Selbsthypnose-CD „Die Schaltzentrale“

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